Der Wirkstoff Sildenafil ist in Viagra enthalten, das zu den weltweit am häufigsten verkauften Präparaten zählt. Ursprünglich hatte der US-Pharmakonzern Pfizer bei der Entwicklung des Wirkstoffes nicht die Behandlung von Potenzproblemen im Sinn. Denn die Forschungsgruppe um die beiden Wissenschaftler Peter Dunn und Albert Wood arbeitete an einem Präparat gegen Angina pectoris und Bluthochdruck.

Bei Angina pectoris handelt es sich um ein Engegefühl in der Brust, das durch eine Minderversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff und Nährstoffen entsteht. Sildenafil, das in der Entwicklungsphase den Namen UK-92480 trug, wurde dazu eingesetzt, die Blutgefäße, durch die das Herz mit Nähr- und Vitalstoffen versorgt wird, zu entspannen. Das sollte mit der Angina pectoris verbundene Symptome verbessern.

Während Sildenafil den Erwartungen der Forscher diesbezüglich nicht entsprach, zeichnete sich jedoch ein interessanter Nebeneffekt ab. Denn viele Studienteilnehmer berichteten, dass es bei ihnen unter der Einnahme von Viagra zu einer verbesserten Erektion gekommen war. Pfizer nutzte die Gunst der Stunde und ließ Sildenafil im Jahr 1996 aufgrund seiner Wirkung gegen Erektionsstörungen patentieren. 1998 erfolgte die Umbenennung in Viagra und das Medikament kam 1998 sowohl in den USA als auch in Europa auf den Markt.

Wie wird Sildenafil angewendet?

Sildenafil wird hauptsächlich zur Behandlung von Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion, Impotenz) eingesetzt und hilft dabei, von Impotenz Betroffenen die sexuelle Selbstbestimmung zurückzugeben. Die Substanz löst dabei nicht automatisch eine Erektion aus und führt zu einer Luststeigerung. Denn die Voraussetzung, dass Sildenafil die Erektionsfähigkeit verbessern kann, ist eine sexuelle Stimulation.

Die Tablette wird vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen. Vor der Anwendung muss eine eingehende ärztliche Untersuchung erfolgen. Vor allem der Zustand der Blutgefäße und des Herz-Kreislaufsystems sollte zwingend überprüft werden. Seit 2006 ist Sildenafil auch für die Behandlung von Lungenhochdruck (pulmonale Hypertonie) zugelassen.

Wenn eine pulmonale Hypertonie vorliegt, stellen sich die Blutgefäße der Lunge verengt dar. Dadurch steigt der Blutdruck in den Lungengefäßen, die zwischen der rechten und der linken Herzkammer liegen, an. Als Folge kommt es zu Durchblutungsstörungen in der Lunge und einer schlechteren Aufnahme von Sauerstoff. Dabei wird besonders die rechte Herzkammer überlastet. Es kann ein Cor pulmonale entstehen, das unbehandelt zum Tod führt.

Sildenafil wird oral verabreicht und unzerkaut mit etwas Flüssigkeit eingenommen. Als Kautablette wird das Medikament zunächst gut zerkaut und dann erst geschluckt. Es gibt auch die Darreichungsform der Schmelztablette, die zunächst auf die Zunge gelegt und geschluckt wird, nachdem sie sich aufgelöst hat.

Die Dosierungshöhe von Sildenafil beträgt 25, 50 oder 100 Milligramm. Die Höhe der einzunehmenden Dosis legt der behandelnde Arzt fest, eine Tagesdosis von 100 Milligramm sollte jedoch in keinem Fall überschritten werden.

So wirkt Sildenafil im menschlichen Körper

Gelangt Sildenafil in den Körper, blockiert der Wirkstoff das Enzym Phosphodiesterase-5 (PDE-5) bei der Arbeit. Aus diesem Grund wird Viagra auch als ein PDE-5 Hemmer bezeichnet. PDE-5 sorgt dafür, dass zyklisches Guanosinmonophosphat (cGMP) abgebaut wird.

Wirkungsweise von PDE-5-Hemmern

Sollte eine Leberfunktionsstörung vorliegen, dann bedeutet dies auch, dass die Entgiftungsfunktion gestört ist. Folglich ist die Einnahme von Medikamenten aller Art auch kritisch zu betrachten. Im normalen Leberstoffwechsel ist es möglich, dass alle Wirkstoffe von Medikamenten in einem bestimmten Zeitraum abgebaut werden. Dies bedeutet, dass Teile des Wirkstoffes in Medikamenten nie an den eigentlichen Wirkungsort gelangen, wenn sie oral oder über die Vene verabreicht werden.

Bereits bei der ersten Passage durch den Leberkreislauf werden Wirkstoffe unschädlich gemacht. Nur ein Bruchteil davon kann noch seine Wirkung erzielen.

Liegt aber nun eine Funktionsstörung vor, können Wirkstoffe in der vorgesehenen Zeit oder aber gar nicht abgebaut werden und verbleiben im Blut. Im Falle der Einnahme von Viagra kann dies zwei Möglichkeiten bedeuten.

1. Die Erektion kann erreicht werden, aber die Wirkung von Viagra hält länger an, als normal. Passiert dies kann es trotz des Fehlens von sexuellem Verlangen zu einer anhaltenden Erektion kommen. Diese äußert sich nach einem Bestehen von mehreren Stunden schmerzhaft und kann das männliche Glied empfindlich schädigen. Durch die Ausprägung dieses Priapismus entsteht ein medizinischer Notfall. Der Schwellkörper des Penis ist anhaltendem Druck ausgeliefert und kann diesen nicht mehr abbauen. Folglich können irreversible Schäden entstehen und eine Erektion ist nicht mehr möglich.

Bei diesem Stoff handelt es sich um eine Substanz, die normalerweise für Aufbau und Erhalt einer Erektion sorgt. Durch die Gabe von Sildenafil kann sich mehr erektionsfördendes cGMP ansammeln. Im Verein mit Stickstoffmonoxid (NO) sorgt cGMP dafür, dass sich die Wände der Blutgefäße im Penis entspannen können. Das hat zur Folge, dass diese sich ausweiten und auf diese Weise mehr Blut in den Schwellkörper transportiert werden kann.

Sildenafil sorgt dabei nicht für ungewollte oder spontane Erektionen. Damit der Stoff seine Wirkung entfalten und eine Erektion entstehen kann, muss eine sexuelle Stimulation stattfinden. Bleibt diese aus, erfolgt im angegebenen Wirkungszeitraum auch keine Erektion. Die Zeitspanne, in der Sildenafil seine Wirkung entfalten kann, ist individuell unterschiedlich.

Manche Männer bemerken nach zehn Minuten etwas, andere erst nach einer Stunde. Durchschnittlich ist damit zu rechnen, dass der Stoff nach 30 bis 60 Minuten seine Wirkung entfaltet. Wird Sildenafil zeitnah zum Essen eingenommen, kann sich der Eintritt der Wirkung verzögern. Die Empfehlung des Herstellers lautet daher, Sildenafil mindestens eine Stunde vor dem geplanten Geschlechtsverkehr einzunehmen.

Die Wirkungsdauer von Sildenafil kann vier bis fünf Stunden betragen. Allerdings ist diese nicht mit der Erektionsdauer gleichzusetzen. Sollte jedoch wider Erwarten die Erektion länger als vier Stunden dauern und auch ohne sexuelle Erregung bestehen bleiben, könnte sich dahinter ein Priapismus verbergen.

Priapismus ist der medizinische Fachbegriff für eine Dauererektion, die teilweise auch sehr schmerzhaft sein kann. Bei Sildenafil ist daher unter der Wirkungsdauer eher das Zeitfenster zu verstehen, in dem eine Erektion zustande kommen kann.

Gegenanzeigen, Neben- und Wechselwirkungen

Die Einnahme von Sildenafil kann, wie bei jedem anderen Medikament auch, mit Nebenwirkungen verbunden sein. Meist handelt es sich dabei nur um leichte bis mäßige Begleiterscheinungen, die nach kurzer Zeit wieder von selbst abklingen. Häufig werden nach der Einnahme Kopfschmerzen oder eine Rötung des Gesichts wahrgenommen.

Sildenafil bewirkt nach der Einnahme einen leichten bis mittleren Abfall des Blutdrucks. In manchen Fällen wurden auch Übelkeit, Erbrechen und Durchfall unter der Einnahme beobachtet. Schnupfen und temporäre Sehstörungen können ebenfalls auftreten.

Weitere Nebenwirkungen des Präparates umfassen Schwindel, Schmerzen in den Muskeln und im Rücken, Herzklopfen, eine Beeinträchtigung des Hörvermögens, eine verminderte Reaktionsfähigkeit sowie eine schmerzhafte Dauererektion.

In sehr seltenen Fällen kam es unter der Einnahme zu einer Durchblutungsstörung im Sehnervenkopf (anteriore ischämische Optikusneuropathie), die zur Erblindung führen kann. Sollte während der Anwendung von Sildenafil eine Sehstörung beobachtete werden, ist daher sofort der Arzt aufzusuchen.

Vagra Nebenwirkungen

Sollte eine Leberfunktionsstörung vorliegen, dann bedeutet dies auch, dass die Entgiftungsfunktion gestört ist. Folglich ist die Einnahme von Medikamenten aller Art auch kritisch zu betrachten. Im normalen Leberstoffwechsel ist es möglich, dass alle Wirkstoffe von Medikamenten in einem bestimmten Zeitraum abgebaut werden. Dies bedeutet, dass Teile des Wirkstoffes in Medikamenten nie an den eigentlichen Wirkungsort gelangen, wenn sie oral oder über die Vene verabreicht werden.

Bereits bei der ersten Passage durch den Leberkreislauf werden Wirkstoffe unschädlich gemacht. Nur ein Bruchteil davon kann noch seine Wirkung erzielen.

Liegt aber nun eine Funktionsstörung vor, können Wirkstoffe in der vorgesehenen Zeit oder aber gar nicht abgebaut werden und verbleiben im Blut. Im Falle der Einnahme von Viagra kann dies zwei Möglichkeiten bedeuten.

1. Die Erektion kann erreicht werden, aber die Wirkung von Viagra hält länger an, als normal. Passiert dies kann es trotz des Fehlens von sexuellem Verlangen zu einer anhaltenden Erektion kommen. Diese äußert sich nach einem Bestehen von mehreren Stunden schmerzhaft und kann das männliche Glied empfindlich schädigen. Durch die Ausprägung dieses Priapismus entsteht ein medizinischer Notfall. Der Schwellkörper des Penis ist anhaltendem Druck ausgeliefert und kann diesen nicht mehr abbauen. Folglich können irreversible Schäden entstehen und eine Erektion ist nicht mehr möglich.

Sildenafil darf nicht zusammen mit Präparaten eingenommen werden, die Nitrate oder Stickstoffmonoxid-Donatoren enthalten, da deren Wirkung auf diese Weise extrem verstärkt wird. Patienten, die unter der koronaren Herzkrankheit leiden, sollten Sildenafil nur nach eingehender Beratung mit ihrem Arzt anwenden, da jeder Geschlechtsverkehr das Risiko einer Überbeanspruchung des Herz-Kreislaufsystems erhöht.

Nicht angewendet werden dürfen Präparate mit Sildenafil bei Leberschäden und chronischen Nierenerkrankungen. Vorsicht bei der Einnahme ist bei Geschwüren im Magen-Darm-Bereich, Leukämie und einer Blutgerinnungsstörung geboten. Wenn Medikamente eingenommen werden, die von denselben Enzymen wie das Potenzmittel verstoffwechselt werden, kann es zu Wechselwirkungen kommen. Dazu zählen:

  • Ketoconazol
  • Itraconazol
  • Erythromycin
  • Cimetidin
  • Ritonavir
  • Saquinavir

Im Zusammenhang mit Alphablockern können Schwindel und Benommenheit auftreten, was jedoch durch unterschiedliche Einnahmezeiten der Präparate vermieden werden kann. Wenn Sildenafil mit Grapefruitsaft eingenommen wird, stoppt der Abbau der Substanz im Körper und der Blutdruck sinkt deutlich ab.

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Quellen:

  1. Viagra. Fachinformation (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels). In: Pfizer.de. URL: www.pfizer.de, abgerufen am 1. Juni 2011 (PDF)
  2. Christopher Lee Colglazier, Paul G Sutej, and Kenneth S O’Rourke: Severe refractory fingertip ulcerations in a patient with scleroderma: successful treatment with sildenafil. In: The Journal of Rheumatology. Band 32, Nr. 12, 2005, S. 2440–2442.
  3. Amanda Burls, Wendy Clark, Lisa Gold & Sue Simpson: Sildenafil – an oral drug for the treatment of male erectile dysfunction. Herausgeber: Development and Evaluation Committee (DEC) Report for the West Midlands Region produced in collaboration with the Midland Therapeutic Review & Advisory Committee (MTRAC). URL: www.birmingham.ac.uk, abgerufen am 1. Juni 2011 (PDF)
  4. Viagra 100 mg Filmtabletten. Beipackzettel. In: Apotheken-Umschau.de, Gesundheits-Tipps und Infos zu Medizin, Krankheiten, Therapien, Laborwerten und Medikamenten. URL: www.apotheken-umschau.de, abgerufen am 1. Juni 2011 (PDF)
  5. Mock K, Zeitelberger A.: Wirkung von Sildenafil (Viagra) auf die Schwellkörperpotentiale alternder Männer. In: Journal für Urologie und
    Urogynäkologie 1998; 5 (3) (Ausgabe für Österreich), 21-24. URL: www.kup.at, , abgerufen am 1. Juni 2011 (PDF)
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