Der Pharmakonzern Pfizer mit Sitz in New York wurde im 19. Jahrhundert von deutschen Auswanderern gegründet. Es handelt sich heute um das zweitgrößte Unternehmen der Welt in seiner Branche, das vor allem mit der Entdeckung und Entwicklung des Potenzmittels Viagra Geschichte geschrieben hat.

Die Geschichte von Pfizer

Die Erfolgsgeschichte des Pharmaunternehmens Pfizer startete 1849 im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Dank eines Kredites des Vaters konnte Karl Pfizer zusammen mit seinem Cousin Karl Erhart, einem Konditor, ein Medikament gegen Darmwürmer auf den Markt bringen. Damit trafen die zwei Gründer aus dem schwäbischen Ludwigsburg den Nerv der Zeit, denn Darmwürmer waren im 19. Jahrhundert ein weit verbreitetes Problem.

Pfizer

Dank seines Hintergrundes als Konditor gelang es Karl Erhart, den Geschmack des damals üblichen Wurmmittels Santonin maßgeblich zu verbessern. Das Medikament wurde zum Verkaufsschlager und stellte das junge Unternehmen auf solide finanzielle Füße. Während des Sezessionskrieges versorgte Pfizer die Nordstaaten mit Chloroform, Jod, Kampfer sowie Schmerz- und Desinfektionsmitteln.

Durch die Gewinne konnte das Unternehmen weiter expandieren und kaufte 1868 ein Geschäftshaus in Manhattan für 150 Mitarbeiter. In den folgenden Jahrzehnten bewies das Unternehmen immer wieder sein Gespür für den Puls der Zeit. Pfizer avancierte zum größten Produzenten für Zitronensäure auf dem amerikanischen Markt und belieferte nicht nur Coca-Cola, sondern auch Pepsi und Dr. Pepper.

50 Jahre nach der Unternehmensgründung operierte Pfizer mit Filialen überall in den USA. 1944 dann der nächste große Coup, denn in diesem Jahr begann die industrielle Massenproduktion von Penicillin aus Schimmelpilz. Seit 1951 hat Pfizer diverse Tochtergesellschaften im Ausland. Die folgenden Jahrzehnte waren geprägt von der Übernahme zahlreicher Pharmaunternehmen, unter anderem der Firma Heinrich Mack in Illertissen, aber auch des US-Unternehmens Vicuron Pharmaceuticals.

Von 2007 bis 2012 förderte Pfizer mit sechs Millionen US-Dollar ein Forschungsprojekt der Universität Zürich zu Herz-Kreislauferkrankungen, der häufigsten Todesursache in der westlichen Welt. In Deutschland produziert Pfizer an drei Standorten, die Hauptverwaltung sitzt in Berlin. Im Werk Illertissen wird unter anderem das Raucherentwöhnungsmittel Champix hergestellt.

2008 wurde die Fabrik mit dem Award ISPE ausgezeichnet. Im ehemaligen Gödecke Arzneimittelwerk in Freiburg im Breisgau dreht sich fast alles in den Export. Rund 150 Länder beliefert Pfizer von hier aus. In Karlsruhe ist die Distribution für Deutschland ansässig. Mit GlaxoSmithKline hat Pfizer 2009 ein Jointventure zur Entwicklung eines Medikamentes gegen HIV gegründet.

Die bekanntesten Medikamente, die von Pfizer produziert sind, im Überblick

Laut einem Ranking der größten Pharmaunternehmen der Welt, das Fierce Pharma, ein wichtiges Medium der Pharmabranche, veröffentlicht hat, liegt Pfizer mit einem Jahresumsatz von 52.82 Milliarden US-Dollar auf Platz zwei. Neben Viagra sind noch andere Arzneimittel des Konzerns aus der Humanmedizin nicht wegzudenken. Zu den bekanntesten Pharmazeutika von Pfizer zählen:

  • Antibiotika wie Unacid, Zithromax und Zyvoxid
  • Antidepressiva wie Edronax und Zoloft
  • Centrum, ein Nahrungsergänzungsmittel
  • Celebrex, ein Schmerz-und Entzündungshemmer
  • Champix, ein Medikament zur Raucherentwöhnung
  • Eliquis, ein Blutgerinnungshemmer
  • Epilsepsiemedikamente wie Lyrica, Neurontin
  • Ibrance, ein Brustkrebsmedikament, das bei Metastasen angewendet wird
  • Norvasc bei Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Relpax zur Behandlung von Migräne
  • Sortis zur Senkung des Cholesterinspiegels
  • Sutent bei Tumorerkrankungen
  • Tavor bei Angstzuständen
  • N, ein Schmerzmittel
Champix

Tochtergesellschaften und Vergrößerungen der Niederlassungen von Pfiz

Die 1951 gegründete Pfizer AG in der Schweiz stellt die erste Tochtergesellschaft des Pharmaunternehmens dar. Mit der Übernahme der deutschen Heinrich Mack AG wurde in Europa ein moderner Produktionsstandort erworben. Seit der Jahrtausendwende wurde die Expansion noch einmal vorangetrieben.

2000 wurden Parke-Davis und Werner Lambert Teil von Pfizer, die Übernahme von Pharmaica und Vicuron erfolgte in den Jahren 2003 und 2005. Mit Bristol-Myers Squinn kooperiert Pfizer seit 2007.

Durch Lizenzverträge mit Aubindo und Claris ist es dem Pfizerkonzern seit 2009 möglich, bestimmte bewährte Medikamente in den USA und Europa zu vertreiben.

2009 war auch das Jahr, in dem Pfizer Wyeth übernahm, ein Jahr später folgte King Pharmaceuticals. Im Jahr 2011 entschied Pfizer, sich von der Capsugel-Sparte zu trennen.

2012 erfolgte die Abtretung von Babynahrung an den Nestlékonzern. Pfizer engagiert sich ebenfalls in der Tiermedizin, 2013 wurde die Sparte jedoch an die Börse gegeben, daraus wurde der heute unabhängige Konzern Zoetis.

2015 wollte Pfizer durch Aktientausch mit Allergan fusionieren und die Konzernzentrale in Dublin etablieren.

Die größte Übernahme der Pharmageschichte, die Pfizer zum Arzneimittelhersteller Nummer eins gemacht hätte, wurde jedoch aufgrund verschärfter Steuergesetze in den USA nicht weiterverfolgt. Bei einem Jahresumsatz von knapp 50 Milliarden US-Dollar beschäftigt Pfizer heute weltweit rund 90.000 Mitarbeiter.

Sieben Milliarden US-Dollar werden jedes Jahr in die Forschung investiert. Der britische Chemiker Ian Reed ist seit 2010 Präsident des Pharmariesen.

Der Siegeszug von Viagra

Die Forschungsabteilung von Pfizer war eigentlich auf der Suche nach einer Behandlungsmöglichkeit für die koronare Herzkrankheit. Während der neue Wirkstoff Sildenafil die üblichen Studien durchlief, kristallisierte sich ein interessanter Nebeneffekt heraus. Denn bei den männlichen Probanden traten verstärkt Erektionen auf. Im britischen Bristol schlossen sich Pilotstudien zu Sildenafil und Erektionsproblemen an, in denen die Beobachtungen bestätigt wurden.

Viagra

1984 folgte die Erklärung: Verantwortlich für die Wirkung ist das Enzym PDE-51, das den in hoher Konzentration im Penisschwellkörper vorkommenden Botenstoff PDE-5 hemmt. Bei sexueller Stimulation erfolgt daher ein erhöhter Blutfluss in den Penis.

Zwischen 1995 und 1996 wurden insgesamt 21 weitere Studien mit über 4500 Teilnehmern durchgeführt.

Die Resonanz war nicht nur auf wissenschaftlicher Seite enorm, schon während der Studie erhielt das Pharmaunternehmen Dankesbriefe von Männern. Pfizer reichte den Wirkstoff 1997 sowohl in den USA als auch in Europa bei den Zulassungsbehörden für neuen Pharmazeutika ein.

Die Food and Drug Administration in den USA behandelte den Antrag mit oberster Priorität, weshalb das neue Medikament mit dem Namen Viagra schon im März 1998 zugelassen werden konnte, Europa zog ein halbes Jahr später nach.

Seitdem hat das verschreibungspflichtige Medikament dafür gesorgt, den Diskurs über Erektionsprobleme im Mittelpunkt der Gesellschaft zu verankern. Damit fiel ein großes Tabu, Viagra wird von vielen als Auslöser einer neuen sexuellen Revolution betrachtet.

Heute ist Viagra in 120 Ländern erhältlich, die blaue Tablette in Rautenform hat das Sexualleben von Millionen von Männern und ihren Partnerinnen verändert. Denn Männer mussten nun nicht mehr einfach ihr Schicksal hinnehmen, dank Viagra wurde die erektile Dysfunktion leichter und weniger belastend für alle Beteiligten therapierbar als mit Penispumpen, Injektionen oder sogar Penisimplantaten.

Viagra ist ein Milliardencoup für Pfizer, alleine in Deutschland liegt der Jahresumsatz bei 125 Millionen Euro, verordnet wurden 2,4 Millionen Packungen. In Spitzenzeiten machte Pfizer mit Viagra weltweit an die zwei Millionen US-Dollar Umsatz pro Jahr.

Seit 2013 sind Viagra-Generika zugelassen, doch die blaue Pille ist trotzdem weiterhin unangefochtener Marktführer.

Das aus gutem Grund, denn nicht überall sind hochwertige Wirkstoffe enthalten. Viele Viagrafälschungen stellen zudem eine Gefahr für die Gesundheit dar.

Das Original ist in verschiedenen Stärken erhältlich, um den unterschiedlichen Ansprüchen gerecht zu werden. Das Medikament ist sehr gut verträglich, was vor allem wichtig für Senioren ist, denn vor allem dieser Altersgruppe gibt Viagra ein großes Stück Lebensqualität zurück.

Treated.com Online Arzt

Die Online-Arztpraxis Treated.com bietet Ihnen die Möglichkeit ein Online Rezept für Viagra zu beantragen. Wer Viagra im Internet kaufen möchte, muss sich zuvor ein ärztliches Rezept ausstellen lassen. Hierzu genügt die Beantwortung einiger medizinischer Fragen in einem kurzen Online Fragebogen. Nachdem der Arzt die Eignung für Viagra feststellt, können Sie Viagra bei Treated.com direkt online bestellen. Das Potenzmittel wird in der Regel bereits am nächsten Tag zugestellt.

Quellen:

  1. Pfizer: One of the world’s premier biopharmaceutical companies. In: Pfizer.de. URL: www.pfizer.com, abgerufen am 8. Juni 2018.
  2. Matthew Karnitschnig, & Jonathan D. Rockoff. (2009, January 23). Pfizer in Talks to Buy Wyeth. In: Wall Street Journal (Eastern Edition), p. A.1. Retrieved March 7, 2010, from Wall Street Journal. (Document ID: 1631280041).
  3. Cynthia Koons and Michelle Cortez: Pfizer and Allergan to Combine With Joint Value of $160 Billion. In: Bloomberg.com. URL: www.bloomberg.com, abgerufen am 7. Juni 2018.
  4. Annual Review 2007 | Pfizer: the world’s largest research-based pharmaceutical company. In: Pfizer.com. October 9, 2009. URL: www.pfizer.com, abgerufen am 7. Juni 2018.
  5. Pfizer Leadership and Structure. In: Pfizer.com. URL: www.pfizer.com, abgerufen am 7. Juni 2018.