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Kein Mann spricht gern darüber: Erektile Dysfunktion, auch Erektionsstörung oder Impotenz genannt. Dabei leidet fast ein Drittel der Männer über 60 darunter. Aber auch jüngere Jahrgänge sind davon betroffen, die Dunkelziffer ist hoch. Viele Männer scheuen bei diesem Tabuthema den Gang zum Arzt. Doch mit geeigneten Maßnahmen lässt sich bei vielen wieder Schwung in das Liebesleben bringen.

Eine genaue Definition von Erektionsstörungen, Ursachen und Symptome werden hier verständlich ausgeführt. Diagnostik und Behandlung von Impotenz werden kurz dargelegt, und anschließend wird erklärt, ob erektile Dysfunktion durch Diabetes heilbar ist und ob Frau bei Impotenz helfen kann.

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Impotenz Definition: Was sind Erektionsstörungen?

Bei Impotenz handelt es sich um einen Sammelbegriff für unterschiedliche Störungen, die die Funktion der männlichen Geschlechtsorgane beim Sex und bei der Zeugung beeinträchtigen. Folgende Probleme werden in diesem Rahmen zusammengefasst:

  • Zeugungsunfähigkeit wird auch Impotentia generandi genannt. Hierbei handelt es sich um die Unfähigkeit, ein Kind zu zeugen, obwohl sowohl eine Erektion als auch ein Samenerguss möglich sind. Entscheidend sind Anzahl und Qualität der Spermien, wofür unterschiedliche, oft hormonelle, Ursachen infrage kommen. Eine Vasektomie führt ebenfalls zur Zeugungsunfähigkeit.
  • Im Fall einer Anejakulation kann das Sperma unbeeinträchtigt sein und eine Erektion ist möglich. Allerdings kommt es nicht zu einem Samenerguss - dabei jedoch durchaus zu einem Orgasmus. Wirbelsäulendefekte oder andere neurologische Schädigungen zählen zu den Hauptursachen dieses Problems.
  • Die erektile Dysfunktion beschreibt die häufigste Störung der männlichen Sexualität: Dabei gelingt es nicht, eine ausreichend feste Erektion zu erzeugen oder lang genug für den sexuellen Akt inklusive Orgasmus und Samenerguss zu erhalten.
Impotenz Definition

Symptome einer Impotenz

Bei Männern, die nicht in der Lage sind eine Erektion zu bekommen zeigt sich das offensichtlichste Symptom einer Erektilen Dysfunktion. Manche Männer haben gelegentliche Schwierigkeiten eine Erektion zu bekommen oder zu halten, was manchmal noch als normal angesehen wird.

Tritt das Problem jedoch häufig auf oder hält es lange an, ist es an der Zeit sich an einen Arzt zu wenden. Für eine Erektionsstörung kann es viele Ursachen geben, die manchmal sogar auf ein anderes Gesundheitsproblem hinweisen. Das Verständnis für die Anzeichen und Ursachen ist der erste Schritt zu einem besseren Sexualleben.

Häufige Symptome einer Erektionsstörung sind:

  • Schwierigkeiten eine Erektion zu bekommen
  • Probleme eine Erektion über längere Zeit aufrecht zu erhalten
  • Reduzierter Sexualtrieb
  • Verlegenheit und Schuldgefühle
  • Verlust der Selbstachtung

Einige andere sexuelle Störungen sind mit der Erektilen Dysfunktion verbunden und können ähnliche Symptome zeigen:

  • Vorzeitige Ejakulation
  • Verzögerte Ejakulation
  • Die Unfähigkeit nach ausreichender Stimulation einen Orgasmus zu erreichen

Männer, die anhaltende Probleme haben eine Erektion zu bekommen oder zu behalten, sollten einen Arzt aufsuchen. An einen Fachmann sollten sie sich ebenfalls bei frühzeitiger oder verzögerter Ejakulation wenden. Manche Männer schämen sich, einem Arzt von diesen Symptomen zu erzählen. Dazu gibt es keinen Grund, denn die Aufgabe des Arztes ist, den Patienten zu helfen und eine erfolgreiche Behandlung für diese Erkrankung durchzuführen.

Der Hausarzt ist ein guter Anfang, in vielen Fällen ist jedoch eine Überweisung an einen Urologen sinnvoll. Urologen haben sich auf die Behandlung des Harntraktes und des männlichen Fortpflanzungssystem spezialisiert. Der Patient sollte offen und ehrlich mit dem Arzt über seine Probleme sprechen.

Der Arzt wird außerdem Fragen zu verordneten Medikamenten und zu anderen gesundheitlichen Problemen stellen. Auch der Konsum von Alkohol und Tabak wird ein Thema sein, ebenso Fragen zu Veränderungen im Leben des Patienten, welche die psychische Gesundheit beeinträchtigen können, wie zum Beispiel der Tod eines geliebten Menschen, Jobverlust, Schwierigkeiten in der Beziehung, etc.

Was sind die Ursachen von erektiler Dysfunktion?

Eine Erektion kommt zustande, wenn der Penis sich mit Blut füllt. Normalerweise geschieht das bei einer sexuellen Erregung. Dann arbeiten Blutgefäße, Nerven, Muskeln und Hormone zusammen, um eine Erektion zu erzeugen.

Eine Erektionsstörung kann auftreten, wenn dieser Prozess gestört ist. Bei machen Männern treten diese Symptome nur gelegentlich auf, andere leiden konstant daran und es kommt zur Beeinträchtigung ihrer sexuellen Beziehung.

Eine erektile Dysfunktion ist ein sehr komplexer Zustand, der von einer Vielzahl Faktoren beeinflusst werden kann. In vielen Fällen ist nicht nur ein einzelnes Problem für die Erkrankung verantwortlich. Aus medizinischer Sicht können folgende physikalische Symptome Ursachen für eine Erektionsstörung sein:

  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Herzerkrankungen oder Arteriosklerose
  • Diabetes (Zuckerkrankheit)
  • Fettleibigkeit (Adipositas)
  • Schlaganfall
  • Parkinson-Krankheit
  • Chronisches Nierenleiden
  • Nervenerkrankungen
  • Schlafstörungen

Auch Medikamente können zu Erektionsstörungen beitragen. Hier sind besonders Diuretika (den Harnfluss erhöhende Mittel), Medikamente gegen Bluthochdruck, Antihistaminika, Antidepressiva, Beruhigungsmittel, Anti-Krampf-Medikamente und Muskelrelaxantien (Mittel zur Entspannung der Skelettmuskulatur).

Auch die Gabe von Hormonen und Medikamenten zur Chemotherapie haben eine beeinträchtigende Wirkung. Es ist wichtig, dass der Arzt über alle einzunehmenden Medikamente informiert wird. Erektionsstörungen können außerdem auf erhöhten Tabak- oder Alkoholkonsum zurückzuführen sein.

Neben den medizinischen Ursachen gibt es auch psychologische Gründe, die zu einer erektilen Dysfunktion führen können. Diese Ursachen sind:

  • Angstzustände
  • Depressionen
  • Stress
  • psychische Störungen
  • Beziehungsprobleme

Nicht selten treten medizinische Ursachen in Begleitung von psychischen Problemen auf.

Kann Impotenz (Erektionsstörungen) durch Alkohol entstehen?

Im Zusammenhang mit Impotenz taucht auch Alkoholkonsum immer wieder als Ursache auf. Hier muss zwischen akutem und chronischem Einfluss von Alkohol unterschieden werden.

Ein bis zwei Glas Bier oder Wein haben normalerweise keine negativen Auswirkungen auf die Potenz. Mit steigendem Promillewert werden jedoch zunehmend Nerven beeinträchtigt. Diese können Reize nicht mehr ausreichend weiterleiten, sodass es Probleme beim Erreichen und Halten der Erektion sowie dem Orgasmus und Samenerguss gibt. Zudem spielt die veränderte Durchblutung eine Rolle. Diese Veränderungen sind jedoch reversibel und verschwinden nach Abbau des Alkohols im Körper wieder.

Chronischer Alkoholkonsum im Sinne des Alkoholismus beginnt spätestens bei einer täglichen Trinkmenge von mehr als 20 g Alkohol oder regelmäßigen Alkoholexzessen. In diesem Fall kann aus verschiedenen Gründen eine Impotenz resultieren. So bildet sich bei langem Alkoholabusus oft ein veränderter Hormonspiegel mit höherem Anteil weiblicher Hormone.

Es kann in der Folge auch zu Mangelerscheinungen sowie psychischen Erkrankungen kommen, die zu Störungen der Sexualität führen. Nicht zuletzt werden Nerven dauerhaft geschädigt.

Können Blutdrucksenker Impotenz hervorrufen?

Immer wieder entstehen Gerüchte darüber, dass Medikamente gegen Bluthochdruck (Hypertonie) zu Impotenz führen können. Tatsächlich gibt es keinen statistischen Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Impotenz und der Einnahme von Blutdrucksenkern.

Es handelt sich also nicht um eine gängige Nebenwirkung dieser Präparate. Umgekehrt ist es eher so, dass ein unbehandelter Bluthochdruck auf Dauer – neben seinen lebensgefährlichen Konsequenzen – aufgrund von Gefäßschädigungen Impotenz begünstigt. Es ist daher dringend davon abzuraten, aus Angst vor Impotenz auf eine Behandlung des Bluthochdrucks zu verzichten.

Nichtsdestotrotz kommt es in berichteten Einzelfällen zu Potenzproblemen in Zusammenhang mit Blutdrucksenkern. Dann ist es für gewöhnlich ausreichend, mit dem behandelnden Arzt einen Wechsel des Präparats vorzunehmen. Nur in seltenen Fällen ist der Einsatz von Potenzmitteln unumgänglich – auch diese sollten nur in Absprache mit einem Mediziner eingenommen werden.

Diagnose von erektiler Dysfunktion - Was geschieht beim Arztbesuch?

Zur Diagnose einer Erektionsstörung führt der Arzt eine Kombination verschiedener Untersuchungsmethoden durch. Dazu können physische als auch psychische Untersuchungen eingesetzt werden. Der Patient wird außerdem nach seiner medizinischen und sexuellen Vorgeschichte gefragt.

In einigen Fällen sind eventuell umfangreichere Untersuchungen erforderlich, beispielsweise um zu ergründen, ob der Patient an anderen Krankheiten leidet, welche die Erektionsstörung verursachen können. Eine genaue Diagnose ist wichtig, um die wirksamste Behandlungsmethode zu finden.

Ermittlung der medizinischen und sexuellen Vorgeschichte (Anamnese)

Ganz am Anfang der Diagnostik steht die sogenannte Anamnese. An dieser Stelle befragt der Arzt den Patienten nach seinen Beschwerden und deren Auftreten. Sehr aufschlussreich sind auch Informationen zu früheren Erkrankungen, die innerhalb der Familie aufgetreten sind. Der Arzt wird sich nach verschriebenen und zusätzlich gekauften Medikamenten erkundigen und Fragen zum Drogen-, Alkohol- und Tabakkonsum stellen.

Informationen zur sexuellen Vorgeschichte können für den Arzt auch sehr wichtig sein deshalb könnten folgende Fragen gestellt werden:

  • Wann wurde die Erektionsstörung zu ersten Mal festgestellt?
  • Welches sind die Hauptsymptome?
  • Wie oft besteht eine Erektion?
  • Wie lange dauert die Erektion?
  • Besteht die Erektion am Morgen oder am Abend?
  • Welche sexuellen Praktiken werden angewendet?
  • Gibt es Probleme in der Beziehung?
  • Gibt es Probleme mit dem Sexualtrieb oder der Erregung?

Für den Patienten ist es wichtig, die Fragen ehrlich zu beantworten, damit der Arzt den Zustand genau beurteilen und eine Behandlung einleiten kann.

In den meisten Fällen wird der Arzt nach der Anamnese mit einer körperlichen Untersuchung beginnen, um ein genaues Bild vom allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten zu bekommen. Der Arzt wird dann Penis und Hoden begutachten, um eventuelle Abweichungen festzustellen. Zur Überprüfung der Prostata erfolgt anschließend eine rektale Untersuchung. Die Tests sind nicht schmerzhaft, können dem Arzt aber nützliche Informationen über die Erkrankung liefern.

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Psychische Gesundheitsprüfung

Einige psychische Erkrankungen haben Auswirkungen auf die Erektion. Aus diesem Grund wird der Arzt vielleicht Fragen nach Angstzuständen, Depressionen, Stress oder anderen psychischen Ursachen stellen. Falls eine psychische Erkrankung vorliegt kann eine Überweisung zum Psychologen erfolgen.

Andere Diagnosemöglichkeiten

Für eine ausreichende Diagnose sind möglicherweise noch andere Untersuchungsmethoden erforderlich. Zu den wichtigsten gehören:

Urin-Test – Dieser Test kann Hinweise auf Diabetes und andere Gesundheitsprobleme liefern.

Bluttest – Durch die Entnahme einer Blutprobe können Herz- und Nierenerkrankungen, niedriger Testosteronspiegel, Diabetes und andere Faktoren ermittelt werden.

Ultraschall – Mit Ultraschall werden die Blutgefäße untersucht, die dem Penis Blut zuführen. Dadurch können Probleme mit der Blutversorgung ermittelt werden. In einigen Fällen wird der Arzt eine Injektion in den Penis vornehmen, um eine Erektion zu verursachen. Durch Ultraschall kann dann verfolgt werden, wie sich Blutfluss und Druck im Penis verändern.

Bulbocavernosus-Reflex – Der Arzt drückt auf den Kopf des Penis, um zu sehen, ob der Anus sofort kontrahiert. Andernfalls könnte ein nervliches Problem zugrunde liegen.

Penile Biothesiometrie – Mit einem elektromagnetischen Vibrationsgerät wird die Empfindlichkeit und Nervenfunktion des Penis überprüft.

Kavernosographie – Um ein venöses Leck zu finden, wird ein Farbstoff in den Penis injiziert. Auf der anschließenden Röntgenaufnahme kann der Arzt ein venöses Leck entdecken.

Welcher Arzt hilft bei Erektionsstörungen?

Der erste und beste Ansprechpartner bei einer Erektionsstörung ist immer der vertraute Hausarzt. Er kann grundlegende Vitalparameter wie Blutwerte und Blutdruck sowie mögliche Erkrankungen anderer Organe überprüfen, die Auswirkungen auf die Potenz haben. Ergibt sich keine klare Diagnose, wird der Patient zur weiteren Anamnese an den Urologen überwiesen. Dieser überprüft die äußeren Geschlechtsorgane auf Erkrankungen oder Veränderungen, ebenso wie Prostata und Organe des Bauchraums. Unter Umständen kann auch ein Hormontest sinnvoll sein.

Ist bereits eine Grunderkrankung bekannt, die für die Impotenz verantwortlich sein könnte, sollte sich der Patient an seinen behandelnden Spezialisten wenden, beispielsweise den Endokrinologen, Diabetologen oder Neurologen.

Im Falle andauernder psychischer Schwierigkeiten und wenn die Impotenz als stark belastend empfunden wird, können ein Gang zum Psychologen und eine folgende Therapie hilfreich sein. Hier können auch Entspannungsübungen vermittelt werden, die beim Umgang mit der Problematik oft nützlich sind.

Was tun bei Impotenz?

Bei Impotenz ist die richtige Hilfe abhängig von der Art der Störung und der Häufigkeit des Auftretens. Gelegentliche Erektionsschwierigkeiten haben normalerweise keinen Krankheitswert. Probleme, die lediglich in starken physischen oder psychischen Belastungssituationen auftreten, sind zumeist unproblematisch. Dabei kann es sich beispielsweise um Alkohol- oder Drogenkonsum, starke Medikamente, Müdigkeit, aber auch psychische Krisen wie Stress, Beziehungsprobleme, Trauer oder Überarbeitung handeln.

Wichtig ist, sich bei einer auftretenden Erektionsstörung nicht unter Druck zu setzen oder Selbstvorwürfe zu machen, da hieraus tendenziell eher weitere Probleme entstehen. Entspannung und ein offener Umgang können dagegen helfen, die Schwierigkeiten zu überwinden, sofern sie stressbedingt auftreten.

Betroffene sollten allerdings langfristig den Gang zum Arzt nicht scheuen – das Problem ist häufig und muss nicht peinlich sein. Eine rasche Abklärung ist sinnvoll, um den Leidensdruck zu verringern und mögliche schwerwiegende Erkrankungen auszuschließen.

Was hilft gegen Erektionsstörungen?

Was gegen Erektionsprobleme und Impotenz hilft, hängt von der Ursache der Beschwerden ab. Liegt ein sekundäres Grundleiden wie Diabetes, Bluthochdruck oder neurologische Störungen vor, ist deren Behandlung vorrangig und oft auch ausreichend, um das Problem zu beheben. Ebenso wird bei einer Erkrankung der Geschlechtsorgane selbst vorgegangen.

Die Behandlung psychischer Ursachen ist oft schwieriger, jedoch nicht weniger lohnenswert – nicht zuletzt, weil oft mehrere Lebensbereiche beeinträchtigt sind. Überwinden Betroffene beispielsweise Depressionen oder lernen Methoden, mit Stress umzugehen und diesen zu verringern, kann das sehr hilfreich sein. Als Selbsthilfe ist das offene Gespräch mit Partner oder Partnerin geeignet, um Druck abzubauen, ebenso wie das Bewusstsein, dass eine Impotenz kein Grund für Schamgefühle ist.

Selten lässt sich keine klare Ursache für die Impotenz finden oder aber sich diese nicht zufriedenstellend behandeln. In diesen Fällen können Potenzmittel hilfreich sein. Sie sollten jedoch nie in Eigenregie und ohne ärztliche Abklärung eingenommen werden, da eine Erektionsstörung gelegentlich durch ernsthafte Erkrankungen verursacht werden kann.

Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Seite “Erektionsstörungen vorbeugen – Erektile Dysfunktion (Impotenz) verhindern“.

Die Behandlung der erektilen Dysfunktion

Männern mit Erektionsstörungen stehen verschiedene Behandlungsmethoden zur Verfügung. Die Behandlungsmöglichkeiten hängen von der Schwere der Erkrankung und anderer gesundheitlicher Probleme ab.

Medikamente zur Behandlung von Erektionsstörungen

Orale verschreibungspflichtige Medikamente (Viagra, Cialis, Levitra und Spedra) können die Wirkung von Stickoxid verstärken. Dadurch werden die Muskeln im Penis entspannt und eine Verbesserung der Füllung des Penisgewebes ermöglicht.

Andere Medikamente werden in den Penis injiziert, um eine Erektion auszulösen. Bei Männern mit einem niedrigen Testosteronspiegel ist eine Testosteron-Ersatztherapie angezeigt. Alle Medikamente können Nebenwirkungen haben, die vorher mit dem Arzt abzuklären sind.

Rezeptpflichtige Potenzmittel

Die Gabe entsprechender Medikamente fördert den Blutfluss im Penis durch Erhöhung von Stickoxiden. 80 bis 100 Prozent aller Männer erfahren durch die Einnahme eine Verbesserung ihrer Situation. Alle der folgenden Medikamente sind nur auf ärztliche Verschreibung erhältlich. Zu den häufigsten oralen Mitteln gehören:

  • Viagra mit dem aktiven Wirkstoff Sildenafil
  • Cialis mit dem aktiven Wirkstoff Tadalafil
  • Levitra mit dem aktiven Wirkstoff Vardenafil
  • Spedra mit dem aktiven Wirkstoff Avanafil
Potenzmittel zur Behandlung von Impotenz

Viagra ist oft das erste Medikament, das Ärzte verschreiben. Es ist am längst auf den Markt und die Nebenwirkungen sind bekannt. Neuere Präparate wie Stendra können weniger Nebenwirkungen haben (s. auch Viagra Nebenwirkungen – Alle Begleiterscheinungen im Überblick). Die Dosierung hängt vom Zustand des Patienten ab. Die Medikamente nach Bedarf vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden. Mögliche Nebenwirkungen sind:

  • Kopfschmerzen
  • Bauchschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Muskelkater
  • Verstopfte Nase

Die Einnahme dieser Medikamente bei Herzerkrankungen, Herzinsuffizienz oder niedrigen Blutdruck kann gefährlich sein.

Vakuumpumpen

Vakuumpumpen, auch bekannt als Penispumpen, können beim Aufbau einer Erektion helfen. Dabei wird der Penis in eine Röhre gesteckt und die Luft im Innern abgesaugt. Durch diese Aktion wird Blut in den Penis gezogen. Nach Erreichen der Erektion kann die Pumpe entfernt werden. Ein elastischer Ring hilft bei der Aufrechterhaltung der Erektion. Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören ein Bluterguss am Penis, Hautreizungen und eine geschwächte Ejakulation.

Penisimplantate oder Penisprothesen

Bei einem chirurgischen Eingriff werden Prothesen in den Penis eingesetzt. Diese Option wird normalerweise nur empfohlen, wenn andere Methoden fehlgeschlagen sind. Die Operation dauert etwa eine Stunde und erfordert eine Anästhesie. Ungefähr einen Monat nach der Operation ist die Prothese einsatzbereit.

Zur Erektion wird der Penis mittels einer Pumpe mit einer Flüssigkeit gefüllt. Nach der Entleerung kehrt der Penis in den schlaffen Zustand zurück. Zu den Nebenwirkungen dieser Methode gehören Infektion oder Fehlfunktion der implantierten Geräte.

Testosteron-Therapie zur Behandlung von Erektionsstörungen

Bei niedrigem Testosteronspiegel kann der Arzt eine Testosterontherapie empfehlen. Dabei wird das Hormon in Form von Pflastern, Cremes, Pellets oder Injektionen verabreicht. Die Liste der Nebenwirkungen ist lang:

  • Vergrößerte und geschwollene Brüste
  • Akne
  • Atmungsstörungen beim Schlafen
  • Hodenschrumpfung
  • Knöchelschwellung
  • Probleme beim Urinieren
  • Vergrößerte Prostata
  • Wachstum von bestehenden Prostatakrebs
  • Blutbild der roten Blutkörperchen
  • Erhöhtes Risiko zu Blutgerinnseln
Testosteron-Therapie zur Behandlung von Erektionsstörungen

Wer übernimmt die Kosten?

Nicht immer werden alle Kosten einer Behandlung der erektilen Dysfunktion von den Krankenkassen abgedeckt. Deshalb sollte vorher mit der Kasse gesprochen werden. Gesetzlich Krankenkassen sind größtenteils zur Übernahme der Kosten verpflichtet, private Kassen müssen sie nur übernehmen, wenn die Behandlung erektiler Dysfunktion im Leistungsverzeichnis aufgeführt ist.

Ist Impotenz durch Diabetes heilbar?

Eine unbehandelte oder unzureichend therapierte Diabetes führt häufig zu Gewebeschäden, besonders peripherer Bereiche, also solcher, die eher weit außen am Körper liegen. Als Resultat zeigen sich Taubheitsgefühle, mangelnde Durchblutung und schlecht heilende Verletzungen mit hoher Infektionsgefahr. 

Diese Kombination kann auch die Potenz beeinträchtigen – tatsächlich gibt jeder zweite Diabetiker Probleme an. Weitere Faktoren können in der Medikamentierung, vor allem aber in der psychischen Belastung durch die chronische Erkrankung liegen.

In vielen Fällen kann eine diabetesbedingte Impotenz gut behandelt werden. Wichtig ist vor allem eine frühe und ideal abgestimmte Behandlung der Zuckerkrankheit, um Folgeschäden zu vermeiden. Treten die Probleme erst in Zusammenhang mit bestimmten Medikamenten auf, können diese unter Umständen gewechselt werden. Ist die Psyche durch krankheitsbedingte Sorgen belastet, hilft oft eine Therapie, besser hiermit umzugehen. Insgesamt werden die Behandlungsmöglichkeiten bei Impotenz in Zusammenhang mit Diabetes als gut eingeschätzt.

Weitere Informationen hierzu finden Sie auf den Seiten “Erektionsstörungen & Diabetes (Zuckerkrankheit)” und “Viagra bei Diabetes (Zuckerkrankheit) – Darauf müssen Sie achten“.

Wie kann Frau bei Impotenz helfen?

Eine Impotenz, selbst wenn sie nur einmalig oder kurzfristig besteht, ist für die meisten Männer extrem verunsichernd. Aus diesem Grund ist es extrem wichtig, dass der Partner oder die Partnerin verständnisvoll auf das Problem reagiert.

Absolut kontraproduktiv sind Scherze oder Herabwürdigungen in dieser Situation – Leistungsdruck ist in jedem Fall wenig sinnvoll für den betroffenen Mann. Partner sollten sich im Klaren darüber sein, dass Impotenz zu den häufigen Gesundheitsproblemen zählt und bei nahezu jedem Mann irgendwann im Leben auftritt, selbst wenn es sehr selten ist. Dies sollte im Gespräch besonders dem betroffenen Mann verdeutlicht werden, ohne dabei gönnerhaft zu werden.

Unterstützung und Geduld sind wichtig in dieser Situation. Dabei gilt es das Mittelmaß zu wahren und das Thema einerseits nicht ständig anzuschneiden, andererseits jedoch ein offenes Ohr zu signalisieren. Wichtig ist zudem, Körperkontakt und Sexualität nicht zu vermeiden, um keine Blockaden aufzubauen. Besteht das Problem längerfristig, sollte der betroffene Mann vorsichtig auf einen Arztbesuch hingewiesen werden.

Quellen:

 

  1. Feldman HA1, Goldstein I, Hatzichristou DG, Krane RJ, McKinlay JB.: Impotence and its medical and psychosocial correlates: results of the Massachusetts Male Aging Study. In: National Center for Biotechnology Information, U.S. National Library of Medicine. URL: ncbi.nlm.nih.gov, abgerufen am 5. Juni, 2018.
  2. One Patient out of four with newly diagnosed erectile dysfunction is a young man. Paolo Capogrosso MD et al (2013). URL: onlinelibrary.wiley.com, abgerufen am 5. Juni, 2018.
  3. Stief CG, Hartmann U, Höfner K, Jonas U: Erektile Dysfunktion und Therapie. Berlin: Springer-Verlag, 1997.
  4. Erektile Dysfunktion (Potenzstörung, Erektionsstörung, Impotenz). In: Apotheken-Umschau. URL: apotheken-umschau.de, abgerufen am 5. Juni, 2018.
  5. Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion). Herausgeber: Deutscher Verlag für Gesundheitsinformation GmbH. URL: urology-guide.com, abgerufen am 5. Juni, 2018.
  6. Herbert Sperling, Uwe Hartmann, Wolfgang Weidner, Christian Georg Stief: Erektile Dysfunktion: Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie. Herausgeber: Deutscher Ärzteverlag GmbH: Deutsches Ärzteblatt, Jg. 102, Heft 23. URL: www.aerzteblatt.de, abgerufen am 5. Juni, 2018.
  7. Montorsi F, Deho F, Salonia A, Cestari a, Guazzoni G, Rigatti P, Stief CG: Pharmacological management of erectile dysfunction. BJU Int 2003; 91: 446–454.
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