Die Behandlung von erektiler Dysfunktion (Impotenz) ist auch in anderen Teilen der Welt immer wieder ein Thema.

Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass am indischen Markt ein Mittel namens Kamagra existiert, dass laut seiner Herstellerfirma Ajanta Pharma gleich dem bekannten Viagra aufgebaut sein soll. Es würde lediglich ein Generikum der bekannten blauen Pille darstellen. Aber sind diese Angaben richtig?

Was ist Kamagra?

Bei Kamagra handelt es sich um ein Medikament, das für die Behandlung von erektilen Dysfunktionen (Erektionsstörungen) zum Einsatz kommt und am indischen Markt erhältlich ist. Die Herstellerfirma Ajanta Pharma gibt dabei offiziell an, dass der Wirkstoff Sildenafil in diesem Präparat enthalten ist. Damit würde es ein wirkstoffgleiches Medikament zum dem europäischen Viagra von Pfizer darstellen. Auf dem Weltmarkt könnte Kamagra somit als Generikum bezeichnet werden.

Kamagra

Kamagra wird am Markt als “Super Kamagra” oder “Oral Jelly” angeboten. Allerdings gibt es hier einige Probleme in der Bewerbung des Produktes, die auch eine Zulassung auf dem europäischen Markt nicht möglich gemacht haben. Kamagra wird in Indien nicht zu Behandlung von erektilen Dysfunktionen (Impotenz) als Erkrankung beworben, sondern auch junge Männer, die eigentlich keine Probleme haben, sollen dieses Produkt einnehmen, dass sie mehr Stehvermögen beweisen können.

Allein durch diese Form der Anpreisung des Produkts konnte Kamagra Zulassungsverfahren in den restlichen Teilen der Welt nicht bestehen. Durch die Verharmlosung des Produkts wird verschwiegen, dass es sich dabei um ein Medikament handelt, dass nicht nur die Potenz fördert, sondern sich auch auf den Blutdruck auswirkt. Dass daraus entsprechende Nebenwirkungen resultieren können, wurde verschwiegen.

Da die Jugend damit auch zum Probieren angeregt werden soll, ist es in Indien rezeptfrei zu haben. Somit ist die Hemmschwelle für den Missbrauch von Medikamenten sehr niedrig. Auch die Wahrung der Gesundheit des Einzelnen kann damit sehr leicht in Gefahr gebracht werden.

Auch wenn der vermeintliche Wirkstoff dem vom Viagra entsprechen soll, kann nicht ausgeschlossen werden, dass andere Wirkstoffe in Kamagra mit verarbeitet sind, die vielleicht keine Wirkung erzielen, aber auch zu lebensgefährlichen Situationen führen können.

Ist Kamagra in Deutschland und der EU zugelassen?

Kamagra konnte zwar im indischen Gebiet zugelassen werden, aber in den europäischen Ländern konnte es keiner Arzneimittelzulassung standhalten. Somit ist es auch am europäischen Markt nicht legal zu erhalten.

Der Grund dafür liegt darin, dass es in Indien andere Vorschriften für die Zulassung von Medikamenten gibt. Im Grunde genommen gleicht es sich stark dem europäischen Vorgehen, aber es gibt empfindliche Unterschiede. Bei der Erforschung der Wirkung von Kamagra sind weniger Versuche über eine kürzere Zeit durchgeführt wurden als bei Viagra. Auch wenn es sich um den gleichen Wirkstoff handeln soll, so ist allein das Wort der indischen Pharmafirmen nicht ausreichend.

Auch die dokumentierten Nebenwirkungen haben das Zulassungsverfahren innerhalb der EU nicht überstehen können, da allein die Risiken bei der Anwendung von höher ausgefallen sind als bei Viagra selbst.

Ebenso können die indischen Herstellungsstandards nicht den europäischen Vorschriften genügen. Erweisen ist ebenso, dass die klare Rezeptur des Medikaments nicht vorliegt.

Im Laufe der Zeit sind dem europäischen Zoll mehrere Pakete mit Kamagra in die Hände gefallen. Durch eine Routinekontrolle konnte so ein ganzer Händlerring aufgedeckt werden, der Kamagra auch illegal in Europa vertreiben wollte.

Ist es legal das Potenzmittel Kamagra online rezeptfrei zu bestellen?

Kamagra gilt zwar in Indien als ein wichtiges Medikament gegen erektile Dysfunktion, ist aber auf dem europäischen Markt nicht zugelassen.

Daher würden sich beim rezeptfreien Kauf von Kamagra mehrere Probleme ergeben. Zum einen ist die Zulassung in der europäischen Union nicht erfolgt. Daher kann das Medikament nicht in der EU verschrieben werden. Auch der Kauf ohne ein gültiges Rezept wäre strafbar.

Auch wenn es einen indischen Arzt geben würde, der ein entsprechendes Rezept ausstellen würde, so ist eine Einführung des Medikaments an Zollbestimmungen gebunden. Wird das Medikament bei der Einfuhr entdeckt, dann wird es unverzüglich aus dem Verkehr genommen. Für den Besteller können dann auch Geldbußen zu erwarten sein.

Weiterhin ist es ein Warnhinweis, wenn ein Medikament am europäischen Markt, trotz des Versuchs der Zulassung selbige nicht erhalten hat. Die Zulassungsverfahren in der europäischen Union sind die strengsten, die weltweit existieren. Daher können Medikamente auch nur dann eine Zulassung erhalten, wenn diese auch wirklich unbedenklich eingesetzt werden können.

Dem zu Folge sollte es bereits hier ein Warnhinweis sein, wenn ein Medikament diese Zulassungsverfahren nicht überstanden hat. Auch die firmeneigenen Angaben von Ajanta Pharma können hier nicht ausreichend bewiesen werden. Allein bei der Herstellung können minimale Unterschiede bestehen, die auch die Dosierung oder Nebenwirkungen, die bei Sildenafil bestehen, verändern können.

Sollte sich doch über diese Hinweise hinweggesetzt werden, dann kann dies schwerwiegende rechtliche Konsequenzen haben. Nach geltendem Arzneimittelgesetz ist die Einfuhr von Medikamenten aus den asiatischen Räumen, die weder registriert noch zugelassen sind in Deutschland verboten. Wer zunächst einmal gegen dieses Gesetz verstößt, vollzieht eine Ordnungswidrigkeit. Diese kann mit empfindlichen Geldstrafen von mehreren Tausend Euro belegt werden. Wiederholen sich die Verstöße, dann ist auch eine Haftstrafe von 3 Jahren und mehr nicht mehr ausgeschlossen.

Ebenso ist die Einfuhr von Medikamenten eine steuerliche Komponente. Hierzulande müssen entsprechende Steuern für alle Importwaren abgegeben werden. Findet der Import ohne die entsprechenden Papiere und die entsprechenden Zollabgaben statt, dann würde ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung angestrebt werden. Da aber am Zoll das Paket geöffnet würde, könnte Kamagra gar nicht in Deutschland eingeführt werden.

Welche sichere Alternativen zu Kamagra gibt es in der EU?

Wer wirklich unter einer erektilen Dysfunktion leidet, der sollte sich an die gängigen Alternativen von Sildenafil oder Viagra wenden. Nachdem im Juni 2013 das Patent von Viagra ausgelaufen ist, können auch andere Pharmafirmen Sildenafil als Wirkstoff in Medikamenten anbieten. Sie stellen Viagra-Generika her, die aufgrund der geringen Investitionen in das Produkt, günstiger angeboten werden können.

Zu dieser Gruppe zählen, neben dem Originalprodukt Viagra:

  • Sildenafil ( Wirkstoff = Produktname), z.B. Sildenafil Pfizer
  • SildeHEXAL
  • Valedonis
Viagra Generikum

Alle diese Medikamente enthalten auch den Wirkstoff Sildenafil und sind in einem umfangreichen Verfahren nach den gleichen Kriterien wie Viagra zugelassen wurden.

Treated.com Online Arzt

Die Online-Arztpraxis Treated.com bietet Ihnen die Möglichkeit ein Online Rezept für Viagra zu beantragen. Wer Viagra im Internet kaufen möchte, muss sich zuvor ein ärztliches Rezept ausstellen lassen. Hierzu genügt die Beantwortung einiger medizinischer Fragen in einem kurzen Online Fragebogen. Nachdem der Arzt die Eignung für Viagra feststellt, können Sie Viagra bei Treated.com direkt online bestellen. Das Potenzmittel wird in der Regel bereits am nächsten Tag zugestellt.

Quellen:

  1. Potenzmittelimitat “Kamagra”: Zoll deckt illegalen Handel auf. URL: www.n-tv.de, abgerufen am 4.Juni 2018.
  2. Privater Import von Arzneimitteln aus steuer- und strafrechtlicher Sicht. URL: www.anwalt24.de, abgerufen am 4.Juni 2018.
  3. Gesetz über den Verkehr mit Arzneimitteln (Arzneimittelgesetz – AMG). URL: www.gesetze-im-internet.de, abgerufen am 4.Juni 2018.
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