Zu den PDE-5-Hemmern (Phosphodiesterase-5-Hemmern) gehören die Medikamente, die eine erektile Dysfunktion (Impotenz) beheben können, wie beispielsweise Viagra, Cialis oder Levitra. Seit vor einigen Jahren der Patentschutz von Viagra ausgelaufen ist, gibt es zusätzlich neben den bekannten Wirkstoffen der führenden Hersteller auch Generika, die zu günstigeren Preise mit gleicher Wirkungsweise angeboten werden.

Seitdem erscheinen von Viagra hat sich die Behandlung der erektilen Dysfunktion maßgeblich geändert und vielen Männern konnte nachhaltig geholfen werden.

Welche Wirkstoffe zählen zu den PDE-5-Hemmern?

Viagra (Sildenafil)

Der wohl bekannteste und in der Presse am häufigsten genannte Wirkstoff ist Sildenafil, der Wirkstoff in der Viagra Tablette. Dieser Wirkstoff wird zurzeit in drei verschiedenen Dosierungen von 25 mg, 50 mg und 100 mg vertrieben. Viagra ist ein rezeptpflichtiges Medikament gegen die erektile Dysfunktionsstörung und wird als Bedarfspräparat eingestuft.

Es wird also nur bei einem akuten Bedarf eingenommen und nicht dauerhaft, wobei auch keine Langzeitwirkung erwünscht ist. Der Wirkstoff Sildenafil konzentriert das Blutplasma für einen Zeitraum von 2 Stunden verbleibt in angereicherter Konzentration für rund 6 Stunden im Blut des Patienten.

Viagra

Cialis (Tadalafil)

Der Wirkstoff Tadalafil wird in dem Medikament Cialis eingesetzt und wird in der Dosierung 2,5mg, 5mg, 10mg oder 20mg verabreicht. Im Gegensatz zu Viagra kann Tadalafil täglich in den Dosierungen 2,5 und 5 mg eingenommen werden, während die Dosierungen 10 und 20 mg nur für den Bedarfsfall vorgesehen sind.

Tadanafil zeigt eine andere Wirkungsweise als Sildenafil und bewirkt erst nach 2 Stunden eine Konzentration des Blutplasmas im Körper, wobei die Wirkungsweise jedoch bis 36 Stunden anhält und im Blutkreislauf verbleibt. Diese Wirkungsweise hat diesem Medikament den Beinamen ‘Wochenendpille’ beschert.

Cialis

Levitra (Vardenafil)

Ein weiterer Wirkstoff gegen Erektionsstörungen ist Vardenafil, der als Levitra auf dem Markt ist, und wird in Dosierungen 5mg, 10mg oder 20mg verordnet. Die Wirkung setzt bei Vardenafil nach circa 2 Stunden ein, wobei es sich schneller als Sildenafil oder Cialis im Blutplasma konzentriert. Die Wirkung des Bedarfsmedikamentes hält maximal 5 Stunden an.

Levitra

Spedra (Avanafil)

Das Medikament Spedra enthält als wirksamen PDE-5-Hemmer den Wirkstoff Avanafil. Der Wirkstoff Avanafil wird in der Dosierung 50mg, 100mg oder 200mg bei Bedarf verabreicht und zeichnet sich durch seine schnelle Wirkungsweise aus. Der Wirkstoff Avanafil konzentriert das Blutplasma bereits nach 15 Minuten im Körper und behält seine Wirkungsdauer bis zu 6 Stunden im Blutplasma bei.

Spedra

Anwendungsgebiete

Die Phosphodiesterasen, kurz als PDE bezeichnet, finden sich in nahe allen Gewebeschichten. Diese Enzyme nehmen auch viele Vorgänge im Körper ihren Einfluss und werden aufgrund ihrer unterschiedlichen Hemmstoffwirkung in verschiedene Typen eingeteilt.

Bei den PDE reicht diese Nummerierung von 1 bis 11 und Arznei, die diese Enzyme hemmen, werden von den Fachleuten als Phosphodiesterasehemmer betitelt. Sie haben im Körper die Aufgabe, auf bestimmte Stoffwechselvorgänge einen direkten Einfluss zu nehmen. So werden Hemmstoffe des Typ PDE 3 bei Herzinsuffizienz verwendet, während der Typ PDE-5 ein guter Wirkstoff bei einer Erektilen Dysfunktionsstörung darstellt.

Die verwendeten Arzneimittel heißen Sildenafil, Tadalafil, Avanafil und Vardenafil. Allerdings unterscheidet sich die Wirkungsweise der einzelnen Präparate auf den einzelnen Körper und daher sollten die Gebrauchsinformation des jeweiligen Medikamentes genau beachtet werden. Zudem ist die Wirkungsweise auf jeden Patienten unterschiedlich und manche Medikamente wirken bei einem Patienten überhaupt nicht. Bei den meisten Medikamenten wird mit gerechnet, dass es bei 10 bis 30 Prozent nicht wie gewünscht wirkt.

Allerdings ist die Erfolgsquote der PDE-5-Hemmer wie Sildenafil oder Tadalafil beeindruckend und daher gehört dieser Wirkstoff zu den meist verschriebenen Arzneimitteln bei einer erektilen Dysfunktionsstörung. Zudem konnten die anfänglichen Nebenwirkungen reduziert und die Dosierung des Medikamentes in den letzten Jahren optimiert werden.

Wie wirken PDE-5-Hemmer?

Körperzellen besitzen aus guten Gründen die Fähigkeit, jede Art von Veränderung in der Umgebung zu erfassen und darauf bei Bedarf zu reagieren. Diese Umwelteinflüsse bewirken eine Reizung, die durch einen Botenstoff in das Zellinnere gelangt, wobei diese Botenstoffe von den Experten als Second messenger bezeichnet werden und aus den körpereigenen Stoffen cGMP und cAMP bestehen.

Beide Stoffe reizen den Zellkern und erreichen so eine Reaktion wie beispielsweise eine Veränderung im Zellstoffwechsel. Diese Signalübertragen kann jedoch durch bestimmte Enzyme wie die PDE-5 Hemmer unterbunden werden, wobei sie die Botenstoffe aufspalten und dadurch wirkungslos machen.

Anders reagieren die Hemmstoffe der PDE-5, denn diese verstärken die Signalwirkung der Botenstoffe und sorgen für eine Verlängerung des Signals, wodurch der Reiz auf das Zellinnere anhaltend verstärkt wird. Bei den Hemmstoffen der PDE-5 wird der Signalübertragungsweg nachhaltig gefördert, wobei durch die sexuelle Erregung durch einen Botenstoffe der Blutstrom in den Penisschwellkörper geleitet wird. Der PDE-5-Hemmer verstärkt und verlängert die Wirkungsweise des Botenstoffs nachhaltig, wodurch Fähigkeit zur Erektion verstärkt wird.

Allerdings beeinflusst die Hemmstoffe der PDE-5 in einem kleineren Maß anderer Körperregionen, wodurch unter anderem die Sehfähigkeit bei einigen Patienten nachlassen kann. Diese Nebenwirkungen können zu unerwünschten Beeinträchtigungen führen.

Zu beachten ist jedoch, dass die Hemmstoffe der PDE-5 unter keinen Umständen mit gefäßerweiterndem Arzneimittel auf Nitro-Basis verwendet werden. Beide Arzneien würden eine Gefäßerweiterung bewirken, was zu einem verstärkten Abfall des Blutdrucks und dadurch zu einem Herzanfall führen kann.

Wirkungsweise von PDE-5-Hemmern

Wie werden PDE-5-Hemmer angewandt?

Die PDE-5-Hemmer sind Bedarfsmedikamente und müssen somit vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden, wobei der Zeitpunkt vom jeweiligen Präparat abhängig ist. Die Wirkung steht innerhalb eines Zeitraumes von einer halben bis zu 2 Stunden ein und die Wirkung kann maximal 36 Stunden anhalten. Hierfür wird eine unterschiedliche Konzentration des jeweiligen Wirkstoffs genutzt, die Patienten meist auf unterschiedliche Dosierungen besser ansprechen.

Allerdings sollte ein Patient nicht eigenmächtig die Dosierung verringern oder erhöhen, da dies zu gesundheitlichen Risiken führen kann. Eine Veränderung der Dosierung muss unbedingt mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Eine falsche Anwendung führt häufig dazu, dass die Wirkung nicht wie gewünscht einsetzt. Dabei übersehen die Patienten den Fakt, dass die Wirkstoffe Sildenafil und die Verwandten nur eine Erektion erzeugen, wenn der Mann eine sexuelle Erregung fühlt.

Darum handelt es sich bei den PDE-5-Hemmer nicht um ein Potenzmittel, da sie nicht die sexuelle Erregung fördern, sondern nur die Fähigkeit zur Erektion erreichen. Sie helfen daher nicht, wenn die Ursachen für die Erektionsstörungen im psychologischen Bereich liegen, sondern nur auf einer erektilen Dysfunktion beruhen.

Diese Wirkstoffe sind ebenfalls nicht hilfreich, wenn die Erektionsstörung aufgrund einer Nervenschädigung im Penis besteht. Zudem können fettreiche Mahlzeiten oder Alkoholgenuss den erwünschten Effekt ebenfalls verhindern, da die Fettaufnahme die Wirkung des PDE-5-Hemmers herabsetzt und Alkohol die Aufrichtung des Glieds behindert.

Welche Nebenwirkungen von PDE-5-Hemmern sind möglich?

Welcher Art die Nebenwirkungen der PDE-5 Hemmer sind, hängt ganz von dem verschriebenen Wirkstoff ab. Da können große Unterschiede bestehen. Jedoch treten bei allen Wirkstoffen beispielsweise eine verstopfte Nase auf oder es kommt zu Gesichtsrötungen.

Zudem können Schwindel, Verdauungsprobleme oder Kopfschmerzen auftreten. Da die PDE-5 Hemmer einen gewissen Einfluss auf das Sehvermögen haben, können die Augen lichtempfindlich reagieren oder gerötet sein. Teilweise sehen die Patienten verschwommen und weisen andere veränderte Farbwahrnehmung auf.

Bei einer korrekten Anwendung des Wirkstoffs sind ernsthafte Nebenwirkungen eher ausgeschlossen. Obgleich in den Medien immer wieder von bleibenden Sehstörungen nach der Einnahme des Wirkstoffs wie von Herzinfarkten in diesem Zusammenhang berichtet wird, gibt es keine wissenschaftlichen Studien bezüglich dieser Aussagen. Diese Symptome können durch andere körperliche Beschwerden hervorgerufen oder unterstützt werden.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Bei der Einnahme von Wirkstoffen wie Sildenafil sollte gleichzeitig die Einnahme von nitrathaltigen Medikamenten vermeiden wie sie für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verschrieben werden. Ebenso molsidomhaltige Medikamente, die für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder als Therapie für eine Angina Pectoris verwendet werden, sollten dringend abgesetzt oder ersetzt werden.

Wer allerdings nitrat-haltige Medikamente benötigt, sollte komplett auf PDE-5 Hemmer verhindern. Vor allem die Anwendung von Poppers, also Amyl-/Butylnitrithaltige Sexualstimulantien, sollte nicht mit PDE-5 Hemmern angewendet werden, da es zu folgeschweren Beeinträchtigungen führen kann. Patienten, die bereits schwere Herzerkrankungen haben sollten, unbedingt auf die PDE-5 Hemmer verzichten und jede weitere Anstrengung in ihrem Leben vermeiden.

Wenn jemand bereits mit einer Herzerkrankung zu kämpfen hat, sollte auf die Einnahme von Sildenafil verzichten. Sowohl das Medikament wie eine unerwünschte Wechselwirkung mit einem anderen Präparat kann eine körperliche Überforderung bedeuten und zu einer Herzschwäche führen. Dieses Risiko besteht bei einer solchen Erkrankung zwar immer, jedoch können vorsorgliche Verhaltensmaßnahmen das Risiko minimieren.

Gegenanzeigen zur Einnahme von PDE-5-Hemmern

Es gibt gewisse Gründe, weshalb auf die PDE-5 Hemmer als Wirkstoff verzichtet werden sollte. So sollten die PDE-5 Hemmer keinesfalls in Zusammenhang mit Arzneimitteln verwendet werden, die eine Freisetzung von Stickstoffmonoxid ( NO) bewirken können.

Zudem sollten Patienten mit verschiedenen Arten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Angina Pectoris oder schwerer Herzinsuffizienz auf eine Einnahme von Sildenafil oder ähnlichen Präparaten verzichten. Durch die körperliche Anstrengungen während des Geschlechtsverkehrs kann ein erhöhtes Risiko entstehen.

Patienten, die eine Leberinsuffizienz aufweisen, sollte ebenfalls von einer Einnahme von PDE-5 Hemmern verzichten. Wer als Patient einen niedrigen Blutdruck aufweist, sollte ebenfalls auf eine Einnahme verzichten, was ebenso für Patienten mit einem zurückliegenden Herzinfarkt oder Schlaganfall betrifft. Eine Erkrankung der Retina ist ein weiterer, vernünftiger Grund, die Einnahme von PDE-5 Hemmern abzulehnen.

Außerdem warnen alle Fachkräfte aus dem Bereich Medizin davor, die in Deutschland verschreibungspflichtigen Arzneimittel per Internet einfach im Ausland zu ordern. Die dortigen Angebote sind selten seriös und die Qualität der Arzneimittel hat nichts mit denen in Deutschland hergestellten Arzneimitteln zu tun. Darum ist die Wahl eines verantwortungsvollen Hausarztes der erste Schritt.

Treated.com Online Arzt

Die Online-Arztpraxis Treated.com bietet Ihnen die Möglichkeit ein Online Rezept für Viagra zu beantragen. Wer Viagra im Internet kaufen möchte, muss sich zuvor ein ärztliches Rezept ausstellen lassen. Hierzu genügt die Beantwortung einiger medizinischer Fragen in einem kurzen Online Fragebogen. Nachdem der Arzt die Eignung für Viagra feststellt, können Sie Viagra bei Treated.com direkt online bestellen. Das Potenzmittel wird in der Regel bereits am nächsten Tag zugestellt.

Quellen:

  1. Lau D.H., Kommu S., Mumtaz F.H., Morgan R.J., Thompson C.S., Mikhailidis D.P.: The management of phosphodiesterase-5 (PDE5) inhibitor failure. In: Curr Vasc Pharmacol. 2006 Apr; 4 (2): 89-93
  2. Dr. Martina Melzer: Wie Potenzmittel wirken. In: Apotheken-Umschau, Gesundheits-Tipps und Infos zu Medizin, Krankheiten, Therapien, Laborwerten und Medikamenten. Plus Apotheken-, Notdienst- und Arztsuche. URL: apotheken-umschau.de, abgerufen am 3. Juni 2018.
  3. Saenz De Tejada I, Anglin G, Knight JR, Emmick JT.: Effects of tadalafil on erectile dysfunction in men with diabetes. In: Diabetes Care 2002; 25: 2159–64
  4. Bettina Wick-Urban: Erektile Dysfunktion: PDE-5-Hemmer im Vergleich. In: Pharmazeutische Zeitung. Beitrag erschienen in Ausgabe 12/2007. URL: www.pharmazeutische-zeitung.de, abgerufen am 3. Juni 2018.
  5. J. D. Corbin: Mechanisms of action of PDE5 inhibition in erectile dysfunction. In: International Journal of Impotence Research. Band 16, S1, 2004, S. S4–S7.
  6. Sommer F.: Therapie der erektilen Dysfunktion mit PDE-5-Inhibitoren – “Wer macht das Rennen?” URL: www.kup.at, abgerufen am 3. Juni 2018.
  7. Feldmann HA, Goldstein I, Hatzichristou DG, Krane RJ, Mc, Kinlay JB.: Impotence and its medical and psychosocial correlates: Results of the Massachusetts Male Aging Study. J Urol 1994; 151: 54–61.